AKTUELLE LAGE
PSA TOTAL PSA FREI : WICHTIGKEIT DER DIAGNOSE
Das PSA, spezifisches Antigen der Prostata ist ein frühzeitiger Anzeiger des Prostatakrebs. Studien haben gezeigt, dass der Anteil freies PSA (PSAL) im Vergleich zum PSA total in engem Zusammenhang mit einem Risiko zum Prostatakarzinom steht. Je mehr der Anteil des PSAL vermindert wird ( < 10 % ), je höher ist das Risiko für einen Karzinom.
Das PSA (prostata specific antigen) ist ein biologischer Anzeiger, der vielfach zum Aufspüren und zur Beobachtung der Prostatakarzinome benutz wird.
Es handelt sich dabei um ein Glycoprotein, das sich im Cytoplasma der epithealen normalen wie auch anormalen Prostatazellen befindet, im Serum, in den Prostata und Seminalflüssigkeiten. Im Serum werden nur 15 bis 20 % des PSA freigesetzt. Hingegen werden 80 bis 85 % des PSA zu einer a 2-macroglobulin oder einer a 1antichymotrypsine komplexiert .
Der PSA ist spezifisch für die Prostata nicht jedoch für den Krebs.
Die Werte können ebenfalls erhöht sein bei gutartigen Prostatahypertrophien,
bei Harnweginfektionen, akuter Prostatitis und bei jedem Eingriff auf die Prostata.
(Sondierung, Endoskopie, transrektale Echographie zum Beispiel).
Ein PSA Wert unter 4 ng/ml wird als normal gewertet.
Wobei ein Wert über 20 ng/ml für ein Karzinom spricht. Die Zwischenwerte
(zwischen 4 und 20 ng/ml), die oft mit undeutigen Symptomen auftreten, erlauben
keine Unterscheidung zwischen Hyperplasien und Prostatakrebs. In diesem Zusammenhang
ist die PSA Dosierung enorm wichtig.
Auf Grund verschiedener Beobachtungen weiss man, dass Patienten mit einer gutartigen
Prostatahypertrophie gewöhnlich einen höheren Anteil an freies PSA
haben als diejenigen, mit einem Prostatakarzinom. Deswegen errechnet man das
Verhätnis freies PSA zu total PSA. Dieses Verhältnis ist nur dann
relevant, wenn der total PSA sich zwischen 4 und 20 ng/ml befindet (und nur
innerhalb dieser Spannbreite ansonsten keine Interpretierung möglich ist).
Ein Wert des Verhätnis freies PSA zu total PSA unter 0,20 spricht eher
für ein Karzinom: Hingegen ein Wert über 0,20 spricht eher für
eine gutartige Hyperplasie.
Durch die Berechnung kann man Krebs zu 70 - 90 % diagnotizieren. Es muss jedoch
hinzugefügt werden, dass Krebsvorkommen, die bereits behandelt werden,
auf dieser Weise nicht untersucht werden können. 1,2,3,4.
Dosierung
Die Dosierung erfolgt mit Serum. Der Patient muss nicht nüchern sein für
eine PSA Dosierung. Es ist besser, einige Tage zu warten, nach einem Geschlechtsverkehr,
einer Prostatastimulierung (nach Biopsie, Prostatectomie oder Prostatamassage)
oder eine Prostatauntersuchung (rektales Abtasten). Dies obwohl die temporäre
Steigung, die darauf folgen kann, nur selten relevant ist.
Wir dosieren im Labor das total PSA für alle Screeningtests. Wenn der gefundene
Wert sich zwischen 4 und 20 ng/ml befindet, dosieren wir ebenfalls das PSA frei
und errechnen das Verhätnis. Auf der Tabelle 1 sehen Sie ein Beispiel der
Ergebnismitteilung.
| Analyse | Ergebnis | Analyse Referenzinterwall |
| PSA (Prostataantigen) | 5.00 | <4.0 ng/ml |
| PSA-frei | 0.15 | ug/l |
| Verhätnis PSA frei/PSA total | 0.30 | |
| Interpretierung: | <0,15 hohe Warscheinlichkeit eines Prostatakrebs ( CaP) |
| >0.20 : hohe Warscheinlichkeit einer guartigen Hypertrophie der Prostata ( HBP) | |
| 0.15 - 0.20 - ungewiss |
|
|